Das Projekt und die Umsetzung


Mit dem Generationenpark soll ein Treffpunkt für Jung und Alt entstehen. Um dies zu erreichen, ist ein generationenübergreifendes Bewegungsangebot für verschiedene Altersgruppen geschaffen worden. Aufgrund der Lage unmittelbar an der Innenstadt soll ebenfalls ein belebendes Element für die Innenstadt erreicht werden. Ferner befinden sich im unmittelbaren Umfeld des Generationenparks eine Seniorenwohnanlage sowie eine größere Zahl von Familienwohnungen. Der Generationenpark soll hier ebenfalls integrativ und verbindend wirken. Der Stadtmarketingverein Offensive Lengerich e.V. ist Träger des Projektes Generationenpark Gempt und damit für das Konzept und die Realisierung verantwortlich.

Das Planungskonzept wurde federführend und ehrenamtlich durch den Städteplaner Lothar Augé erstellt. Es basiert auf Grundlageninformationen zu generationenübergreifenden Angeboten in anderen Städten und Abfragen in Lengerich, u.a. eine Fragenbogenaktion des Informatikkurses des Hannah-Arendt-Gymnasiums in Lengerich. Bei der Auswahl der einzelnen Bewegungselemente wurden darüber hinaus die Erfahrungen von örtlichen Physiotherapeuten aufgenommen. Die Bauphase wurde ebenfalls von Lothar Augé koordiniert, wobei die grundlegenden Arbeiten wie z.B. Erdarbeiten, Modulation des Geländes durch Sachsponsoring regionaler Firmen oder auch ehrenamtliche Arbeitseinsätze erfolgte.

Der Generationenpark wurde am 26. August 2007 eröffnet. Parallel zur baulichen Gestaltung wird kontinuierlich an der Programmkonzeption gearbeitet. Neben der „normalen“ Besucherfrequenz soll ein regelmäßiges Gruppenangebot für verschiedene Generationen stattfinden. Der Stadtmarketingverein koordiniert dabei die verschiedenen Angebote von Vereinen, Einrichtungen und Institutionen.
Das Angebot soll ein breites Spektrum von Bewegung z.B. Boule-Spiel, Gymnastik und Kommunikationsmöglichkeiten z.B. Gesprächsrunden sowie Kultur z.B. Sommermartinees, Lesungen, Theater, Lichterfest beinhalten. Einen besonderen Stellenwert nimmt das seit 2008 stattfindende Generationenfest ein.

Das Projekt hat Modellcharakter in Nordrhein-Westfalen. Der damalige Minister Karl-Josef Laumann hat in seinem Schreiben an den Stadtmarketingverein deutlich gemacht, dass „Lengerich hier mit viel Ideenreichtum und Engagement agiert und zugleich ein beeindruckendes Zeichen in Sachen Generationenverständnis leistet“. Das Medieninteresse und auch Interesse anderer Kommunen an der Konzeption ist nach wie vor außergewöhnlich groß.

Darüber hinaus zeichnet sich das Projekt durch das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der Beteiligten aus. Neue Wege wurden auch bei der regelmäßigen Pflege beschritten, die in Kooperation mit der Bürgerstiftung, dem Reha-Verein, der Stadt Lengerich und dem Seniorenzentrum Gempt stattfindet.